„Die Chroniken der Meerjungfrau“ von Christina Henry 🧜🏻‍♀️

Worum geht es?

Eine neugierige Meerjungfrau verschlägt es an die Oberfläche der Meere. Dort wird sie von einem Fischer gefangen, der in ihren Augen viel mehr sieht, als das rätselhafte Wesen, das sie ist und er ließ sie frei. Auch die Meerjungfrau sah in seinen Augen etwas, das ihre eigene Seele widerspiegelt und so folgte sie dem Fischer. Viele Jahre vergehen und die Meerjungfrau erlebt die Vergänglichkeit, aber auch das Wesen der Menschen und vor allem des P.T. Barnum, welcher auf der Suche nach einer Meerjungfrau ist, um sie in seinem Museum auszustellen – und er scheut keine Mittel.

Rezension

Das war mein erstes Buch von Christina Henry, und was ich bemerken konnte ist, dass sie eine ganz besondere Art der Geschichtenerzählung hat. Mich hat dieses Buch aus meiner Leseflaute gezogen und mich innerhalb von einigen Seiten in diese magische Erzählung eintauchen lassen.

Alle Charaktere waren so tiefgründig und auf ihre eigene Art und Weise für mich sehr liebenswert. Ich fand die Entwicklung der Protagonistin auf eine Weise herzzerbrechend, auf der anderen, erfüllend und aufbauend – hoffnungsschenkend. Sie sieht die Welt natürlich anders als die Menschen und diese Tatsache der unterschiedlichen Vorstellungen befördert sie in einem verwirrenden Gefühlszustand. Ihre Hin- und Hergerissenheit war für mich als Leserin auf jeden Fall sehr spannend… weil man das Gefühl bekommt, dass sie entweder das macht, was sie nicht machen soll, oder nicht das tut, was sie hätte tun sollen.

Erschreckend fand ich auch, wie unsensibel Menschen auf Andersartigkeit reagieren – nicht nur im Fall der Bestätigung der Existenz einer Meerjungfrau. Wobei erschreckend wahrscheinlich nicht das passende Wort dafür ist – es hat mir einfach wieder vor Augen geführt, dass Menschen negativ auf alles vorerst Unbekannte reagieren. Mich hat diese Tatsache sehr mitgenommen. Vor allem, weil dies zum größten Teil auch in unserer Realität der Fall ist.

Letzten Endes hat mir das Buch bewusst gemacht, dass es nicht richtige oder falsche Entscheidungen im Leben gibt, sondern, dass das Leben ein Prozess des Lernens ist; ein Prozess des Erlebens. Und die Meerjungfrau will das Leben erleben.

Einzig schade fand ich, dass wir so gar nicht Einblick in die Welt der Meerwesen bekommen. Das hätte ich mir gewünscht.

Fazit

Eine sehr schöne Geschichte, die der Realität gar nicht mal so fern ist. Ich habe es sehr genossen, unsere Meerjungfrau durch ihr selbst auserwähltes Abenteuer zu begleiten. Ich empfand das Buch als sehr tiefgründig und werde bestimmt öfters daran zurückdenken.

An dieser Stelle vielen Dank an das Bloggerportal und dem Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares 🧜🏻‍♀️🤍✨

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