„Cinderella ist tot“ von Kalynn Bayron ✨📖🔥

Worum geht es?

Sophia lebt in einer Welt in der Cinderella seit zweihundert Jahren verstorben ist. Diese Welt hat sich in ein Regime verwandelt, das Frauen unterdrückt – geführt von König Manford, der die Mädchen und Frauen des Landes zum jährlichen Ball einlädt, damit sie mit den Männern des Landes angetraut werden. Viel Entscheidungsfreiheit bleibt den Mädchen nicht; im Gegenteil: sie fürchten nicht auserwählt zu werden und schlussendlich als Aufgegebene zu leben. Sophia will keinen Mann. Sie flieht und trifft auf Constance. Zusammen träumen sie von einer neuen Welt. Wird sie es schaffen glücklich zu werden?

Rezension

Selbstverständlich habe ich als Kind Cinderella geschaut und geliebt. Als Erwachsene fragt man sich dann natürlich, welche Muster durch diese Art von Filme weitergegeben werden und inwieweit sie uns geprägt haben. Die neue Sicht aus Sophias Perspektive empfand ich demnach als sehr erfrischend und konnte mir einige Botschaften aus dieser Geschichte herauskristallisieren.

Sophia war für mich ein sehr lebendiger, sehr impulsiver Charakter. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, als es darum ging, dass sie auf keinen Fall den Ball besuchen wollen würde; dass etwas aufgezwungen wird, wofür man nicht brennt, kann wirklich schmerzhaft sein. Deswegen konnte ich ihre unüberlegte Flucht aus dem Ball und Schloss nachvollziehen. Ich habe mit ihr gelitten und war froh, als sie endlich die Ballnacht verlassen konnte. Aber man fragt sich natürlich: was nun?

Die weitere Spannung des Abenteuers hat sich dann leider für mich verringert. Ich hätte sehr gerne mehr von Constance statt von ihrer Vergangenheit und ihren Wurzeln erfahren und auch vieles andere, wie das Setting, empfand ich als flach erzählt. Genau sie wie der weitere Verlauf und die Auflösung der Geschichte. Trotzdem hat mich der Schreibstil wundervoll fesseln können – das Buch hat sich sehr gut lesen lassen.

Insgesamt hat mir die Message, welche ich herauslesen konnte, sehr gefallen. Alte Muster müssen nicht in alten Mustern verweilen; nur weil man etwas so gemacht hat, weil es der Moralität von damals entsprach, bedeutet es nicht, dass man es auch heute so machen muss. Zeiten entwickelt sich und damit auch die Moralität. Viele werden wahrscheinlich keine Übereinstimmung zu dieser Geschichte finden, weil es „neu“ ist. Aber neu bedeutet nicht schlecht. Wieso muss etwas gleich bleiben, nur weil man es so kennt? Deswegen fand ich die neue Geschichte Cinderellas erfrischend und würde sie jedem empfehlen. Jeder sollte seine eigene Wahrheit finden.

Vielen Dank an das Bloggerportal und dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 🤍

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