Firekeeper’s Daughter von Angeline Boulley 🔥🎲

Inhaltsangabe

„Die 18-jährige Daunis Fontaine hat nie wirklich dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch in der nahe gelegenen Ojibwe-Reservation. Denn sie ist halb weiß, halb Native American. Daunis träumt von einem Neustart am College, wo sie Medizin studieren möchte. Doch als sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern muss, beschließt Daunis, die eigenen Pläne vorerst auf Eis zu legen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und sehr charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis‘ Bruder Levi. Daunis genießt seine Aufmerksamkeit und hat sich gerade in ihrem Leben eingerichtet, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird.“ Ihre Welt wird vollkommen auseinandergerissen.

Rezension

In diesem Buch geht es viel mehr, als um das was uns die Inhaltsangabe verrät. Ich habe mich also in das Unbekannte geschlichen und bin ein kleines bisschen verstört aus dem Buch herausgestiegen.

Daunis gehört zu zwei unterschiedlichen ethnischen Volksgruppen und ist auf der Suche nach ihrem Platz und ihrer Zugehörigkeit im Leben. So viele in ihrer Umgebung machen ihr deutlich, dass sie nicht einfach nur ein Mensch, wie jeder ist; dass sie anders ist. Mal ist sie zu hell, mal zu dunkel; mal ist sie zu „indianisch“, und mal zu „weiß“. Weshalb mich auch der Beginn des Buches bereits zu Tränen gerührt hat. Ich durfte feststellen und habe mich so für Daunis gefreut, dass ihr familiärer Bund zu ihrem Stamm viel stärker und aussagekräftiger ist, als eine offizielle Bescheinigung über ihre Zugehörigkeit je sein könnte.

Die Repräsentation dieser Kultur und die Sprache der Ojibwe, die auch in dem Buch integriert wurde, haben mir sehr gefallen, auch, wenn es die grausame Realität von Rassismus vor Augen führt. Insgesamt möchte ich nicht viel zu der Handlung sagen, weil es die Spannung herausnimmt und es doch ein sehr langatmiges Buch ist. Außerdem ist es ein Buch mit ernsten und wichtigen Themen. Unter anderem beinhaltet es die Gewalt an indigenen Frauen, den Missbrauch von Drogen, Trauer, Tod – also viele dunkle Elemente.

Daunis empfand ich als sehr starke Protagonistin. Mir hat es Freude bereitet, ihre Entwicklung zu sehen. Auch wenn ich mir sehr oft Sorgen um sie machen durfte. Ihr Kampf um das Verstehen ihrer Identität haben mich sehr oft mitfühlen lassen; ihre Cleverness, ihr Mut, ihre Sportlichkeit und all die Charakterzüge, die ihr die Autorin verpasst hat, haben sie zu einem sehr lebensnahen, greifbaren und liebenswerten Charakter gemacht.

Wer sich selbst ein Bild von dem Buch und den Charakteren machen möchte, der darf es gerne lesen!

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und dem Cbj-Verlag 🤍

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