„Beyond the Sea“ von L. H. Cosway 🌊🤍

Dieses Buch hat mich ergriffen und erschüttert. Es ist in die Tiefe meines Herzens gedrungen und hat wunderschöne Spuren hinterlassen. Ich liebe den Schreibstil, der einen melancholischen Nachton hat; die geheimnisvolle und mysteriöse Erzählung, die mich zur Mitte des Buches noch mehr fragen ließ, als zu Beginn; und die Integrierung von Glaube und Skepsis.

Mit Estella hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, weil ich nicht so die Verbindung mit ihr herstellen konnte. Das lag aber daran, dass ihre Gedanken nicht an ihrer Selbst gerichtet waren, sondern um all die Menschen um sie herum. Weshalb es mir schwerfiel sie „kennenzulernen“. Dies ließ mich aber nochmal überdenken, wie ich ihr gegenüber empfinde und beim weiteren Verlauf der Geschichte ergriff mich ihre Glaubensstärke, ihre Liebe, ihre Nachsichtigkeit, ihre Stärke zu vergeben, ihre nichtverurteilende Natur. Hin- und hergerissen von richtig und falsch, kämpft sie sich durch ihr Leben in der Hoffnung das Richtige zu tun. Ob etwas richtig oder falsch ist, macht sie nicht an ihrer Religion fest, sondern an dem, was ihr Herz ihr sagt und fühlt. Gott hat dir die Liebe geschenkt; sie ist das Vollkommenste, das uns geschenkt wurde, warum sollte es also Fehler aufweisen? 

Anders als Estella habe ich sofort den Bezug zu Noah verspürt. Ich mochte es, dass er so undurchschaubar war; wie er seine Vergangenheit nicht an die Oberfläche lassen konnte – sich verstellt hat, aus Angst verurteilt zu werden, aus Angst die Bestätigung zu bekommen, dass er nicht geliebt werden könne. Die Fassade, die Schatten der Vergangenheit, die sein wahres Ich langsam aufzufressen schien. Dieses mysteriöse an ihm, gab mir direkt das Gefühl, dass es so viel gibt, dass er so viel fühlt und es einfach nicht in Worte fassen kann… weswegen er sich einfach verstellt und die Rolle eines anderen Menschen übernimmt, um sich selbst über Wasser halten zu können. Ansonsten würde er mit all dem Gewicht der Vergangenheit in die Tiefen des Meeres gezogen werden und ertrinken. Es ist manchmal so schwer man selbst zu sein – das hat er bewiesen. 

„Dann musste ich mir in Erinnerung rufen, dass das Leben nicht dafür bestimmt war leicht zu sein. Die Dunkelheit von Kampf und Schmerz und Verlust gehört dazu, damit Frohsinn, Liebe und Gemeinschaft umso heller leuchteten.“

Leseempfehlung! 💫

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